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Archive of Austria

COMPUTERWELT

COMPUTERWELT, 06.11.2009

Die Rundfunkbranche warnt: Das Frequenzband rasch für Mobilfunksysteme freizugeben wäre volkswirtschaftlich sehr bedenklich.

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Nicht nur die Mobilfunker erheben Anspruch auf die digitale Dividende: Die WKO-Bundesinnung Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationselektronik, der WKO-Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen (Berufsgruppe Kabel-TV) und die Österreichische Rundfunksender-Gesellschaft (ORS) im Namen aller in Österreich vertretenen Fernsehstationen warnten bei den diesjährigen Cable Days in Salzburg: Die Empfehlung der EU-Kommissarin für Telekommunikation.., das Frequenzband von 790 bis 862 MHz im Rahmen der digitalen Dividende rasch für Mobilfunksysteme der dritten und vierten Generation für die Nutzung von mobilem Breitbandinternet zu reservieren, sei volkswirtschaftlich sehr bedenklich.

Völlig ungeklärt wären erhebliche Umstellungskosten in der Höhe von mindestens 150 Mio. Euro und das massive Störpotenzial durch den Mobilfunk für das Fernsehen sowie für alle in Verwendung stehenden Funkmikrophone, Funkkopfhörer und drahtlosen Hörhilfen, die in Österreich ebenfalls das Frequenzband von 790 bis 862 MHz nutzen..
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c't

c't, 25.08.2009

Long Term Evolution: ..in Tirol die nächste Mobilfunkgeneration

Zur Zeit finden in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck LTE-Tests statt.

"Als Standorte für die Innsbrucker Sender wird ein Teil des bestehenden 3G-Netzes verwendet. Gefunkt wird mit 20 MHz breiten Trägersignalen im Bereich 2,6 GHz. Für den Backhaul (Anbindung der Sendestandorte an den Backbone) haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe unbeleuchtete Glasfaserleitungen (Dark Fibre) zur Verfügung gestellt..
..Bevor es zu einer kommerziellen Einführung kommen kann, muss die Frequenzfrage geklärt werden. Die österreichischen Netzbetreiber wünschen sich eine Umwidmung ("Refarming") der bislang für GSM reservierten Frequenzen um 900 und 1800 MHz noch vor dem Auslaufen der aktuellen Frequenznutzungsrechte 2015. Der Vorteil dabei wäre, dass das bestehende Netz aus Sendestandorten, Antennen und Leitungen im Wesentlichen weiter genutzt werden könnte. Der teure und häufig unpopuläre Aufbau neuer Sendestandorte würde reduziert. Der juristische und wirtschaftliche Weg zum Refarming ist aber umstritten.
Klar ist, dass diese Frequenzkapazitäten nicht ausreichen werden. Für ländliche Gebiete möchten die Netzbetreiber auf die im Rahmen der Abschaltung der analogen TV-Sender freiwerdenden Frequenzbereiche um 800 MHz zugreifen ("Digitale Dividende"). Das 2,6-GHz-Band, in dem jetzt getestet wird, eignet sich vorrangig für sogenannte Femtozellen für die Versorgung von Innenräumen und möglicher Weise für sehr dicht besiedelte Stadtteile
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derStandard.at

derStandard.at, 24.09.2009

Rundfunkbranche kämpft um Digitale Dividende- Mobilfunköffnung freien Spektrums wirtschaftlich fragwürdig

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Die digitale Umstellung des terrestrischen Fernsehens hat als Digitale Dividende frei werdende Sendefreuqenzen mit sich gebracht, an denen die Mobilfunkbranche großes Interesse zeigt. Doch muss eine solche Umwidmung volkswirtschaftlich nicht unbedingt von Vorteil sein. Das zeigt eine heute, Donnerstag, präsentierte Studie.. im Auftrag der Rundfunkanbieter, Kabelnetzbetreiber und Sekundärnutzer aus dem Bereich Drahtlostechnologie in Österreich. Die Neuvergabe der Frequenzen zwischen 790 und 862 Megahertz an den Mobilfunk habe demnach ein gewaltiges Störpotenzial für andere Anwendungen wie Kabel-TV und die Tontechnik bei Großveranstaltungen - was Migrationskosten für technologische Umstellungen von wenigstens 150 Mio. Euro bedeuten werde. Dem Rundfunk selbst könne die weitere Nutzung der Digitalen Dividende den zukünftigen Ausbau von HD-TV, mobilem TV, DVB-T2 und Programmvielfalt erlauben. Auch der internationale Aspekt des Themas darf der Studie zufolge nicht ignoriert werden..

..für Funkmikrophone, Funkkopfhörer und verschiedene Heimanwendungen bildet das Rundfunkspektrum die Grundlage. Damit ist es beispielsweise Lebenselexier für die Tontechnik bei Events von Sportereignissen über die Bregenzer Festspiele bis hin zu politischen Veranstaltungen..
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DiePresse.com

DiePresse.com, 12.03.2009

Frequenzkampf: Orange legt sich mit ORF-Tochter an

WIEN.Mobilfunk versus Fernsehen: Das ist Brutalität. Durch die Digitalisierung des terrestrischen, mit Antenne empfangbaren Fernsehens sind Frequenzen frei geworden, um die ein Kampf der Lobbys entbrannt ist.

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futurezone.at

futurezone: (22.10.2013)

Frequenzauktion: "Am Schluss zahlen die Konsumenten"

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Hoher Preis überrascht
Der hohe Auktionspreis hat auch die Analysten überrascht.
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futurezone: (28.02.2012)

4G ist in Österreich noch nicht angekommen

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..Das derzeitige LTE ist kein richtiges 4G

Long-Term-Evolution (LTE) soll Downloadraten von bis zu 300MBit/s möglich machen und wird auch 4G genannt. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht völlig korrekt, da der derzeitige Entwicklungsstand von LTE die notwendigen Voraussetzungen des „3rd Generation Partnership Project“ (3GPP) für den neuen Standard nicht erfüllt. Die 3GPP ist eine internationale Organisation, die für Standardisierung im Mobilfunk verantwortlich ist. Technisch korrekt wäre demnach die Bezeichnung 3.9G, die in der Praxis aber nicht angewandt wird. In Österreich kann LTE bereits seit über einem Jahr genutzt werden, bislang allerdings ausschließlich im Rahmen von Datenverträgen, also ausschließlich für mobiles Internet...
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futurezone: (18.02.2012)

Wo bleibt das digitale Umweltbewußtsein?

"Es gibt ein paar Dinge, an denen deutlich wird, dass die digitale Welt noch ziemlich steinzeitlich ist. Eines davon ist ein fehlendes digitales Umweltbewußtsein...

Die Welt verändert sich. Wenn ich die Außentemperatur wissen wollte, bin ich noch vor ein paar Jahren ans Fenster gegangen und habe auf das Thermometer geschaut. Heute gehe ich dazu ins Netz. Durch das Bildschirmfenster öffnet sich der Blick in ein neues Environment, das inzwischen die ganze Erde umfasst..

Überinformation ist der Smog des 21. Jahrhunderts
Das meine ich mit digitalem Umweltbewußtsein. Überinformation ist der Smog des 21. Jahrhunderts, und je kompakter und intelligenter jemand heute seine Ideen oder sein Wissen aufbereitet, desto wertvoller werden seine Beiträge. Kulturpessimisten beklagen die Schrecknisse der Informationsexplosion. Für sie ist das Internet ein horizontloser Ozean, in den Informationsmüll verklappt wird. Sie produzieren lieber eine Art von Nölpest, als sich der Frage zu stellen, wie man Informationen und Wissen gewinnen und teilen kann, die klar und gut sind wie Quellwasser. .."

Die APWPT-Redaktion fügt hinzu:
Mangelndes digitale Umweltbewußtsein öffnet auch der Verschwendung von Funkfrequenzen Hof und Tor - leider!

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http://futurezone.at/meinung/7505-wo-bleibt-das-digitale-umweltbewusstsein.php

futurezone: (05.07.2011)

"LTE nur Übergangslösung"

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Durch die Nutzung der Frequenzen für LTE sind massive Störungen für andere Funktechnologien zu erwarten.. Neben Funkmikrofonen könnten auch TV-Geräte und Funkkopfhörer beeinträchtigt werden.
..Wenn der Gesetzgeber keine Einschränkungen vornimmt, werden die besagten Frequenzen im Ballungsraum für andere Funktechnologien wie Funkmikrofone wohl bald nicht mehr benutzbar sein. Auch TV-Geräte, Funkkopfhörer und Museumsinstallationen sind betroffen.
..800 MHz-LTE wird den Datenverkehr der Zukunft sicher nicht abfangen können, das ist eine Übergangslösung. Zur Übertragung hoher Datenmengen sind Frequenzen von z. B. 2,5 und 2,6 Gigahertz viel besser geeignet, da die Funkzellen kleiner sind und voneinander besser entkoppelt werden können.
.Es sollte weder darum gehen, einem leistungsfähigen Dienst wie dem Mobilfunk ein bestimmtes Frequenzband exklusiv zuzuschreiben, noch 100 Prozent der Zeit für Funkmikrofone oder –Kameras freizuhalten. Es müsste hier ein besseres Management zwischen den Diensten und Geräten stattfinden.
..Für Österreich wäre es.. wünschenswert, wenn die bekannten Probleme von vorneherein vermieden werden. Für die Kreativwirtschaft und die Rundfunkteilnehmer sollten geeignete Rahmenbedingungen geschaffen werden, bevor die von der Politik beschlossene Frequenzumstellung umgesetzt wird.
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futurezone: (29.06.2011)

Streit um Frequenzstörungen durch LTE


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Während in Deutschland die Vergabe von frei gewordenen Rundfunkfrequenzen an die Mobilfunker bereits über die Bühne gegangen ist, steht Österreich dieser Prozess noch bevor. Vertreter der Rundfunkbranche, Kabelnetzbetreiber sowie Anbieter von Drahtlos-Technologie-Lösungen haben in einer gemeinsamen Erklärung die Politik vor der Interferenzproblematik gewarnt, die bei der geplanten Benutzung von LTE im Frequenzspektrum 790-863 Megahertz drohen.
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===== Anbieterwechsel ======

futurezone, 20.07.2010

Ministerrat verabschiedet "Digitale Dividende"

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Der obere Teil des ehedem analogen TV-Spektrums wird Ende 2011 oder Anfang 2012 an die Mobilfunker versteigert. Die Funkmikros der Kulturveranstalter bekommen das Band von 821 bis 832 MHz exklusiv zugeteilt..

..Im Ministerrat wurde am Dienstag der Fahrplan zur Umwidmung des oberen Bereichs der "Digitalen Dividende" für den Breitbandmobilfunk beschlossen. Dieser Frequenzbereich zwischen 790 und 862 MHz war europaweit an sich bis 2015 primär dem TV gewidmet, dem nun insgesamt weniger Bandbreite zur Verfügung steht..
.Allerdings sind da noch weitere "Stakeholder", die genau diesen oberen Bereich des analogen TV-Frequenzbands seit Jahrzehnten mitnutzten. Die Funkmikrofonsysteme der österreichischen Kulturveranstalter von der Seebühne Bregenz bis zum Nova-Rock-Festival, Radio und TV-Studios, Theater, Filmsets und Konzertsäle waren als Sekundärnutzer für den TV-Bereich ausgewiesen.
Die Funkmikros wurden zwischen die analogen TV-Kanäle verteilt, je nachdem, welche Frequenzen regional gerade frei waren. Im unteren Teil des TV-Spektrums ist praktisch kaum noch Platz, weil der mittlerweile von dicht gepackten digitalen TV-Kanälen besetzt ist, der obere Bereich ist künftig durch die Mobilfunker belegt.

Im vorliegenden Ministerratsbeschluss wurde den Kulturfunkern nun der Bereich 821 bis 832 MHz exklusiv zugewiesen..
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futurezone, 27.04.2010

"Digitale Dividende" geht an Mobilfunker

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Die Bundesregierung hat sich festgelegt: Der wichtigste Bereich der "digitalen Dividende", also die wertvollen Frequenzpakete, die mit der Abschaltung des analogen TV-Signals frei geworden sind, geht an die Mobilfunker. Das gaben Medienstaatssekretär.. und Infrastrukturministerin.. am Dienstag in einer Aussendung bekannt.
Der Aussendung zufolge soll der obere Bereich, der das Frequenzband 790 bis 862 Megahertz umfasst, neu vergeben werden. Diese Frequenzen haben besonders günstige Ausbreitungseigenschaften und sind bei den Mobilfunkern sehr begehrt, wie sich bei der derzeit in Deutschland laufenden Frequenzversteigerung zeigt.
Dort haben die Mobilfunker für die 800-MHz-Frequenzen bereits insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro geboten, während sich ihr Interesse für die restlichen Pakete stark in Grenzen hält - die Summe der bisher abgegebenen Gebote für alle Frequenzpakete beläuft sich auf 1,6 Milliarden Euro.
Der restliche Bereich (470 bis 790 MHz) und die dort frei werdenden Frequenzen verbleiben wie bisher für die Nutzung durch Rundfunkdienste. Bures und Ostermayer streben einen offiziellen Regierungsbeschluss im Ministerrat über die weitere Vorgehensweise zur Neuvergabe der Frequenzen vor dem Sommer an.

Offene Fragen:

Bei der Vergabe der Frequenzen gebe es allerdings noch einige Details zu lösen, wie aus der Studie hervorgehe. So sei zu klären, wie zu verhindern sei, dass der neue Breitbandmobilfunk die Endgeräte der TV-Kabelnetzbetreiber störe.
Auch die alternativen Spektren für andere Frequenznutzer, beispielsweise Funkmikrofonhersteller und -betreiber, seien zuzuordnen, auch andere bestehende Rundfunkdienste im neu zu vergebenden Spektrum seien zu verlagern, hier gebe es noch gesetzlichen Anpassungsbedarf, heißt es in der Aussendung. Weiters gebe es noch Abstimmungsbedarf auf europäischer und bilateraler Ebene.
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futurezone, 26.04.2010

Bewegung bei "digitaler Dividende"

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Bundeskanzleramt und Infrastruktuministerium wollen noch vor dem Sommer eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise bei der Vergabe der "digitalen Dividende" treffen..
Derzeit wird im Bundeskanzleramt und im Infrastrukturministerium der Inhalt einer Studie evaluiert, die von der Regierung im Dezember 2009 bei zwei Consulting-Unternehmen in Auftrag gegeben wurde, um verschiedene Szenarien (unter anderem eine Mischnutzung durch Mobilfunk und TV) durchzurechnen. Die Ergebnisse der Studie würden vorerst nicht veröffentlicht, so der Sprecher des Medienstaatssekretärs..
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futurezone, 04.12.2009

Konflikt über digitale Dividende hält an

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Am Freitag sind erstmals Vertreter aller Interessengruppen bei einer Diskussion zur umstrittenen Vergabe der digitalen Dividende in Wien an einem Tisch gesessen. Die Regierungsparteien.. legten ihre völlig konträren Meinungen dar, während es zwischen Mobilfunkern und Kabelnetz- sowie Rundfunkbetreibern zu einer Annäherung kam..

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Auch wenn die Positionen der verschiedenen Parteien sehr unterschiedlich sind, scheint ein Kompromiss nicht ausgeschlossen zu sein. Rundfunk- und Kabelnetzbetreiber könnten sich eine Einigung vorstellen, sofern die Mobilfunker die frei werdenden Frequenzen "ausschließlich" im ländlichen Raum nützen würden..

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Die für die Entscheidung zuständige Infrastrukturministerin.. hatte zuletzt bekanntgegeben, dass es vor 2015 zu keiner Vergabe der Frequenzen kommen werde. Die Entscheidungsgrundlage soll eine Studie liefern, die im Frühjahr 2010 fertig sein soll.
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futurezone, 24.08.2009

Countdown für den UMTS-Nachfolger
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Kaum ein Tag vergeht, ohne dass irgendwo auf der Welt neue Allianzen verkündet werden oder ein neues LTE-Produkt erscheint. Naturgemäß handelt es sich dabei noch nicht um Endgeräte für den UMTS-Nachfolger Long Term Evolution (LTE), sondern um Komponenten für Netzwerke und Basisstationen, Mess-Equipment oder Chips.

..Grund für die hektische Betriebsamkeit im gesamten Mobilfunksektor ist das zu erwartende Geschäft. Für 2011 erwarten die Analysten von Jupiter Research bereits LTE-Kunden im zweistelligen Millionenbereich, bis 2014 sollen schon 100 Millionen den breitbandigen Drahtlosdienst nutzen.
In welchem Land dann tatsächlich das erste LTE-Netz weltweit in den regulären Betrieb gehen wird, ist noch nicht entschieden. Es ist jedoch gut möglich, dass dieser europäische Standard sein Debüt auf einem anderen Kontinent feiert.
..Wer Kunden Bandbreiten von "bis zu" 100 MBit/s anbieten will, muss diese Datenmengen vom Funkmast auch abtransportieren, was die Mobilfunkbranche "Backhaul" nennt. Dafür braucht es allerdings ein großflächig verfügbares Glasfasernetz, das es in Österreich so nicht gibt.
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futurezone, 08.06.2008

Abfuhr für die Mobilfunker


Das Online Magazin setzt seine Berichterstattung zum Thema UHF-Frequenzen fort:

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Das in den letzten Wochen ausgebrochene Match um die "Digitale Dividende" ist nach Ansicht.. der Regulationsbehörde RTR für den TV-und Radiobereich, längst nicht entschieden.
..Dass dieses Spektrum ab 2015 "co-primär" an TV und Mobilfunker vergeben werden könne, bedeute jedoch nicht, "dass es definitiv zu den Telekoms wandert"... Hier gebe es eine ganze Anzahl von Problemen, für die es "aus heutiger Sicht keine Lösung" gebe.

Modell Deutschland

Die deutsche Bundesregierung hatte Anfang März.. beschlossen, ..das Spektrum zwischen 790 und 862 MHz den drahtlosen Breitbanddiensten widmet.
Seitdem fordert auch die österreichische Mobilfunkindustrie diesen Frequenzbereich..

"Meilenweit entfernt"

..Von einer bevorstehenden Umwidmung könne.. keine Rede sein, davon sei man noch "meilenweit entfernt". Man kenne zwar die Interessen der Telekombranche, doch 790 bis 862 MHz seien nun einmal "ein klar zugeordneter Rundfunkbereich".
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futurezone, 04.06.2008

Drahtloses Breitband "killt die Kultur"


Das Online-Magazin schreibt:

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Nach Einführung des terrestrischen Digitalfernsehens geht es an die Verteilung des frei gewordenen Frequenzblocks. Telekomregulator Georg Serentschy findet eine Zuteilung des Bands von 790 bis 862 MHZ an die Mobilfunker am sinnvollsten. Doch dort senden seit eh und je die Funkmikrofone von der Bregenzer Seebühne bis zu den Festspielen in Mörbisch. Tontechniker und Produzenten zeigen sich entsetzt..

Dicht gepackte Kanäle

Durch den Umstieg auf DVB-T, also das digitale terrestrische Fernsehen, konnten die TV-Kanäle wesentlich dichter in denselben Frequenzbereich gepackt werden als vordem auf analoge Weise. Dadurch wurde, wie beabsichtigt, ein Teil des Spektrums frei - und um den wird jetzt gerangelt.
"Man wird einen Kompromiss finden müssen"..

Wenige Chancen für HDTV

Dabei geht es um den oberen Bereich des UHF-Fernsehbands von 790 bis 862 MHZ, der bisher mit analogen TV-Kanälen bespielt wurde. Hier könnte man natürlich auch einige HDTV-Kanäle übertragen, doch Serentschy hält das "nicht für eine effiziente Frequenznutzung" angesichts der "enorm hohen Penetration von Sat-TV und Kabelnetzen" in Österreich..

Die Begehrlichkeiten der Mobilfunker

Hinter diesen Frequenzen sind die Mobilfunker her, denn die Bedingungen für sie sind aus technischer Sicht ideal.

Die Kulturveranstalter

..Der österreichische Frequenznutzungsplan - und nicht nur der - weist Funkmikrofone in genau jenem Bereich, der bisher vom Analog-TV belegt war, als Sekundärnutzer aus. Und das sind Kulturveranstalter von der Seebühne Bregenz bis zum Novarock-Festival, Radio und TV-Studios, Filmsets und Konzertsäle.
Bei Liveübertragungen von Skirennen und Open-Air-Konzerten sowie Aufführungen von Musicals kommen schon einmal fünf bis sechs Dutzend Funkmikros zeitgleich zum Einsatz. Die wurden ehedem zwischen die analogen TV-Kanäle verteilt, je nachdem, welche Frequenzen regional gerade frei waren.

Frequenzbedarf bei Liveauftritten

"In den letzten 40 Jahren konnte sich die Unterhaltungsbranche auf ein Service praktisch immer verlassen, nämlich die störungsfreie, drahtlose Audioübertragungstechnik mit bester Broadcastqualität",

"Novelle killt Kultur"

Die Qualität aber müsse so hoch sein, so dass ein Kritiker noch aus 150 Metern Abstand die Koloratur der Hauptdarstellerin beurteilen könne, während daneben eine High-End-DVD produziert werde..
..Dass die Mobilfunker die Audiospezialisten aus ihrem angestammten Spektrum einfach vertreiben würden, sei nicht hinnehmbar.

Hohe Kosten zu erwarten

Die deutsche Bundesregierung beschloss Anfang März eine "Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung", die das Spektrum zwischen 790 und 862 MHz den Breitbanddiensten widmet. Eine Zuweisung neuer Frequenzen für die Kulturveranstalter fand bisher nicht statt..
..Fest steht, dass ein Frequenzwechsel - wohin auch immer - Geld kosten wird, und das nicht zu wenig. Die gesamte Funkausrüstung von Kulturveranstaltern, Ton- und TV-Studios muss nämlich ausgetauscht werden..
..In Deutschland geht die Interessensgemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen von Kosten zwischen 2,5 und 3,3 Milliarden alleine für Theater im kommunalen Besitz aus.
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INFOSAT

INFOSAT.DE, 30.07.2011:

Untere Digitale Dividende könnte ab Mitte 2015 zur Disposition gestellt werden

Digitalmagazin im Gespräch mit Michael Wagenhofer, Geschäftsführer der ORS und Vorsitzender der Allianz für Rundfunkqualität und Kulturvielfalt

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Während in Deutschland die Frequenzen der sogenannten Digitalen Dividende längst an die Mobilfunkbetreiber vergeben sind, steht Österreich dieser Prozess noch bevor. Bei der „Internationalen Enquete Digitale Dividende“ am 29. Juni warnten Vertreter der Rundfunkbranche, Kabelnetzbetreiber und Anbieter von Drahtlostechnologielösungen insbesondere vor der drohenden Interferenzproblematik..

..Die Allianz für Rundfunkqualität und Kulturvielfalt fordert die Einrichtung einer Clearingstelle, bei der auftretende Störfälle (Interferenzen zwischen LTE und Rundfunk durch Nutzung des gleichen Frequenzbandes) gemeldet und beseitigt werden können. Das zweite rechtliche Kernthema rund um die Vergabe der Digitalen Dividende ist die finanzielle Kompensation von Drahtlostechnologie-Anwendern und Kabelnetzbetreibern für erforderliche technische Umrüstungen bzw. für mögliche Schadenersatzansprüche von Konsumenten beim Kauf von Elektrogeräten, die gestört werden..

..In den europäischen Institutionen gibt es einen starken Einfluss der Mobilfunk-Lobby und es gibt Anzeichen, dass die untere Digitale Dividende (470 bis 790 MHz) Mitte 2015 zur Disposition gestellt werden könnte. Dies wäre für alle Frequenznutzer außerhalb des Mobilfunks ein mehr als ernsthaftes Problem. Dessen ist sich auch die österreichische Bundesregierung bewusst. Immerhin hat sie öffentlich festgehalten, dass sie einer Vergabe der unteren Digitalen Dividende nicht zustimmen würde.
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Weitere Informationen erhalten Sie hier

ORF-ZIB


ORF-ZIB, 31.05.2010

Event-Mikros werden aus Frequenz verdrängt

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Nach der Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen wollen Verkehrsministerium und Bundeskanzleramt den freigewordenen Frequenzbereich der Mobilfunkbranche zuteilen. 25% der Kulturveranstalter, die Funkmikros verwenden – z.B. die Bregenzer Festspiele –, haben auch in diesem Bereich gearbeitet und müssen nun in andere Bereiche ausweichen. Die Kulturveranstalter befürchten Qualitätseinbußen und verlangen eine Neuordnung der Frequenzen.
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Prospect Text

Prospect, Märzausgabe 2009:

Auftaktveranstaltung zum Thema „Digitale Dividende“


Zu einer ersten „konvergenten“ Veranstaltung mit rund 160 Teilnehmern von Rundfunkveranstaltern, Telekom- und Infrastrukturbetreibern sowie Vertretern der Behörden, der Wissenschaft und der Wirtschaft lud die Arbeitsgemeinschaft „Digitale Plattform Austria“ der „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTRGmbH)“ unter dem Titel „Die digitale Dividende“ in den Ares Tower in Wien ein.

Sie finden den Bericht hier [437 KB] (German)

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Prospect Text 10/2008:

Die Europäische Veranstaltungsbranche wehrt sich durch Gründung eines internationalen Verbandes [690 KB]

telekom-presse.at

telekom-presse.at, 18.11.2009

Streit um die Digitale Dividende

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Einer der heißesten Zankäpfel ist die Vergabe der durch die Digitalisierung freigewordenen Rundfunkfrequenzen..

..Beide Seiten führen starke Argumente ins Treffen. Die Rundfunkseite benötigt die Frequenzen für die terrestrische Ausstrahlung von Programmen in HD-Qualität und außerdem würden die Frequenzen bei Veranstaltungen genützt. Die Mobilfunker argumentieren mit dem hohen volkswirtschaftlichen Nutzen, die die Verwendung der Frequenzen für den Mobilfunk bringen. Die Versorgung mit echtem Breitband würde dadurch vor allem im ländlichen Raum ökonomischer und damit sehr erleichtert..
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